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Stahl- oder Kunststoffkappe?

Diese Frage stellt sich beim Kauf von Sicherheitsschuhen sehr oft.
Worauf sollte man beim Kauf von Arbeits-Sicherheitsschuhen achten und welche Vorteile oder Nachteile haben die verschiedenen Zehenschutzkappen?

Generell kommt es immer auf die Tätigkeiten am Arbeitsplatz an, für den der Arbeitsschuh benötigt wird. Zugelassen für den Einbau in Sicherheitsschuhe sind sowohl Zehenschutzkappen aus Stahl, Aluminium und Kunststoff. Die Kappen müssen einem Druck von 200 Joule aushalten und nach DIN EN 12568 außerhalb des Schuhs zertifiziert sein.

Kunststoffkappen sind in der Regel 40% - 50% leichter als Stahlkappen und geringfügig leichter als ALU-Kappen. Dadurch ist das Gewicht des Sicherheitsschuhs besser ausbalanciert. Bei Stahlkappen liegt das größere Gewicht im Vorfuß, was leichter Ermüdungserscheinungen nach einem langen Arbeitstag hervorrufen kann.

Stahlkappen werden oftmals in günstigeren Sicherheitsschuhen eingesetzt, da die Produktionskosten ein wenig geringer sind als bei Kunststoff- oder ALU-Kappen

Vermeiden sollte man Kunststoffkappen in Schnittschutzstiefeln für Kettensägearbeiten. Eine Kettensäge würde durch die Kunststoffkappe gleiten, wie ein warmes Messer durch Butter. Da empfiehlt sich auf jeden Fall eine Stahl- oder Aluminiumkappe. Da beißt sich die Kettensäge buchstäblich die Zähne dran aus.

Wenn man sich unsicher ist, welches Modell mit welcher Kappe richtig für einen ist, empfiehlt es sich auf jeden Fall ein Fachgeschäft aufzusuchen und sich eingehend beraten zu lassen.
Der Vorteil dabei ist: Sie können die Schuhe auch gleich anprobieren.
Da die Anzahl der Hersteller extrem angewachsen ist, fallen die Modelle auch sehr unterschiedlich aus. Bei einigen Herstellern fallen die Sicherheitsschuhe etwas kleiner aus, bei anderen wieder etwas größer.